: amorph
Bernstein ist versteinertes Baumharz, technisch gesehen ein Mineraloid (organisch, nichtkristallin), wird jedoch seit der Antike traditionell als Edelsteinmineral behandelt. Die Fundstätten im Baltikum, in Burma (Myanmar) und in der Dominikanischen Republik sind weltberühmt; Fushun in der Provinz Liaoning ist der chinesische Vorzeige-Fundort.
Vorkommen in China
Fushun, Liaoning – Bernstein aus Kohleflözen des Eozäns, der häufig außergewöhnlich gut erhaltene Einschlüsse von Insekten enthält. Auch bedeutender burmesischer Bernstein aus dem Hukawng-Tal, Myanmar (~99 Mio. Jahre, Kreidezeit), wird in großem Umfang über China gehandelt. Baltischer Bernstein (Eozän, 40–50 Mio. Jahre) aus Kaliningrad/Polen ist nach wie vor weltweit führend hinsichtlich des Volumens.
Identifizierung
Honigfarbene, warme Farbe + geringe Dichte (schwimmt in Salzwasser) + fühlt sich warm an + harzartiger Glanz + organischer Geruch beim Verbrennen. Unterscheidung von Kopal (jüngeres Harz, weicher, löst sich in Alkohol) anhand der Härte und des IR-Spektrums. Erhitzter Bernstein verströmt einen kiefernartigen/harzartigen Geruch.
Hinweise für Sammler
Bernstein mit Einschlüssen von Insekten ist die begehrteste Form unter Sammlern. Burmesischer Bernstein aus Kreidezeit-Lagerstätten enthält Einschlüsse aus der Zeit der Dinosaurier. Vorsicht vor Kopal- und Kunststoffimitationen – UV-Fluoreszenz- und Dichtetests sind entscheidend.