Lapis Lazuli

Lapislazuli ist ein Feldspatoid-Mineral, das unter Sammlern aufgrund seiner Kristallform und seiner Verbreitung bekannt ist.

Leitfaden zu Lapislazuli: Geschichte, Eigenschaften und Sammeln

Lapislazuli ist ein tiefblaues metamorphes Gestein, das hauptsächlich aus Lazurit besteht und variable Anteile an Calcit, Pyrit und anderen Mineralien enthält. Seit über 6.000 Jahren hoch geschätzt, gehörte Lapislazuli zu den ersten Edelsteinen, die im antiken Europa abgebaut und gehandelt wurden. Mittelalterliche europäische Maler mahlten Lapislazuli zu Ultramarin-Pigment, der teuersten Farbe der Renaissance.

Woraus besteht Lapislazuli?

Lapislazuli ist technisch gesehen eher ein Gestein als ein einzelnes Mineral. Lazurit verleiht ihm die tiefblaue Farbe durch in der Kristallstruktur eingeschlossenen Schwefel. Calcit erscheint als weiße Streifen. Pyrit sorgt für die charakteristischen goldenen Metallflecken. Der feinste Lapislazuli enthält nur wenig Calcit, intensiv gleichmäßiges blaues Lazurit und gut verteilte Pyritflecken.

Wo Lapislazuli vorkommt

Die afghanische Provinz Badakhshan ist seit über 6.000 Jahren die wichtigste Fundstelle. Die Minen von Sar-e-Sang liefern das weltweit hochwertigste Material. In Chile wird hellblauer Lapislazuli abgebaut. Die Region um den Baikalsee in Russland liefert Lapislazuli von guter Qualität. Afghanischer Lapislazuli gilt nach wie vor als weltweiter Maßstab.

Das Sammeln von Lapislazuli

Rohe Lapislazuli-Exemplare werden wegen ihrer natürlichen Schönheit und ihres geologischen Interesses gesammelt. Prüfen Sie beim Kauf unter guter Beleuchtung die gleichmäßige Farbverteilung. Lapislazuli hat eine Härte von 5 bis 6 auf der Mohs-Skala und sollte vor Säuren geschützt werden. Entdecken Sie unsere Sammlung blauer Kristalle für verwandte Mineralien.