Marienglas

CaSO4·2H2O

Marienglas ist die transparente, glasartige Varietät des Gipses (CaSO₄·2H₂O), die häufig lange prismatische oder fischschwanzförmige Zwillingskristalle bildet. Die Naica-Riesenkristallhöhle in Mexiko ist das bekannteste Vorkommen.

Marienglas ist die transparente, gut kristallisierte Varietät von Gips (Calciumsulfathydrat). Er bildet glasartige, farblose bis weiße Kristalle, die erstaunlich klar sein können, sowie die faserige, seidige Form, die als „Satin-Spar“ bekannt ist, und die blattförmigen Rosetten, die als „Wüstenrosen“ bezeichnet werden.

Bestimmung von Marienglas

Marienglas ist sehr weich – nur 2 auf der Mohs-Skala, lässt sich mit dem Fingernagel zerkratzen – und weist eine perfekte Spaltbarkeit auf, die flache, biegsame Plättchen hervorbringt. Er ist leicht, oft wasserklar und weist einen perlmuttartigen bis glasartigen Glanz auf. Da er weich und leicht wasserlöslich ist, muss er schonend und trocken gehandhabt werden.

Vorkommen

Gips ist weltweit in Evaporitlagerstätten weit verbreitet. Der spektakulärste Selenit stammt aus der Naica-Mine in Chihuahua, Mexiko, deren „Höhle der Kristalle“ einige der größten jemals gefundenen natürlichen Kristalle beherbergt – meterlange, durchscheinende Kristallstäbe. Hochwertiges Marienglas stammt zudem aus Marokko, den Vereinigten Staaten und vielen anderen Fundorten.

Für Sammler

Reinheit, Kristallgröße und unbeschädigte Enden bestimmen den Wert; Satin-Spar wird häufig geschliffen und geschnitzt, und Wüstenrosen sind beliebte Naturornamente.