Tiger Eye
SiO2
Das Tigerauge ist ein chatoyantes Pseudomorph von Quarz nach Krokydolith-Fasern (blauer Asbest), das im Licht einen schimmernden goldenen Seidenglanz erzeugt. Südafrika ist die wichtigste Fundstelle.
Das Tigerauge (Tiger Eye) ist eine chatoyante, goldbraune Edelsteinvariante des Quarzes, die für den sich bewegenden Lichtstreifen – den Katzenaugeneffekt – bekannt ist, der über die polierte Oberfläche huscht. Es entstand, als Siliziumdioxid den faserigen blauen Krokydolith ersetzte, wobei die faserige Struktur erhalten blieb, sodass die parallelen Fasern das Licht als wechselnden Schimmer reflektieren.
Identifizierung des Tigerauges
Das Tigerauge ist hart (Härtegrad 7, wie alle Quarze), weist goldbraune bis honigfarbene Töne auf und besitzt einen starken seidigen Glanz. Die blaue Variante, die die ursprüngliche Farbe des Krokydoliths beibehält, wird als Falkenauge bezeichnet, während teilweise oxidiertes, rötliches Material als Ochsenauge oder rotes Tigerauge bezeichnet wird. Die chatoyante Bänderung kommt am besten bei Cabochons zur Geltung, die quer zu den Fasern geschliffen sind.
Vorkommen
Die weltweit bekannteste Fundstelle ist die Provinz Nordkap in Südafrika, wo sich das Tigerauge in gebändertem Eisenstein bildet; auch in Westaustralien und anderen Regionen wird es abgebaut.
Für Sammler und Edelsteinschleifer
Ein starkes, ausgeprägtes Chatoyance, eine satte goldene Farbe und ein schöner seidiger Glanz verleihen dem Tigerauge seinen Wert; auch Falkenauge und mehrfarbige Exemplare sind beliebt.