Chrysokoll
Cu2-xAlx(H2-xSi2O5)(OH)4 · nH2O, x < 1
Chrysokoll ist ein Silikatmineral, das von Sammlern wegen seiner außergewöhnlichen Farbpalette geschätzt wird und insbesondere in China vorkommt.
Chrysokoll ist ein wasserhaltiges Kupfersilikat, das vor allem wegen seiner intensiven blauen bis blaugrünen Farbe geschätzt wird. Es bildet sich in den oxidierten Zonen von Kupferlagerstätten, meist als traubige Krusten, Aderfüllungen und erdige Massen statt als Kristalle, und ist häufig mit Quarz, Malachit und anderen Kupfermineralien verwachsen.
Bestimmung von Chrysokoll
Reiner Chrysokoll ist weich (Härtegrad etwa 2–4) und kann kreidig sein, wird jedoch häufig durch verwachsenes Siliziumdioxid verfestigt. Das wertvollste Material ist „Edelstein-Kieselsäure“ oder Chrysokoll-Chalcedon – ein chrysokollfarbener Chalcedon, der hart und durchscheinend ist und sich brillant polieren lässt. Seine leuchtende cyan- bis grüne Farbe, oft mit braunen oder schwarzen Flecken durchzogen, ist unverwechselbar; er kann Türkis ähneln, ist jedoch in der Regel weicher, sofern er nicht verkieselt ist.
Vorkommen
Hochwertiger Chrysokoll stammt weltweit aus oxidierten Kupfererzkörpern – aus Bisbee und anderen Minen in Arizona, dem Katanga-Kupfergürtel in der Demokratischen Republik Kongo, Peru und Israel (Eilat-Stein, eine Mischung aus Chrysokoll und Türkis).
Für Sammler und Edelsteinschleifer
Eine intensive, gleichmäßige blaugrüne Farbe und Transluzenz bestimmen den Wert; Chrysokoll mit Siliziumdioxid in Edelsteinqualität sowie ästhetischer traubiger Chrysokoll mit Malachit- oder Azurit-Einschlüssen sind am begehrtesten. Weiches, nicht versiliziertes Material sollte eher als Mineralprobe aufbewahrt als getragen werden.

