Turmalin

AD₃G₆(T₆O₁₈)(BO₃)₃X₃Z (complex borosilicate supergroup)

Turmalin ist ein Silikatmineral, das wegen seiner Härte und seiner Eignung als Edelstein geschätzt wird; in China gibt es mehrere Fundorte von Weltklasse.

Turmalin – ein Name, eine ganze Kristallfamilie

Turmalin ist kein einzelnes Mineral, sondern eine Gruppe von Borsilikaten: der pechschwarze Schörl (eisenreich, bei weitem am häufigsten vorkommend), der edelsteinfarbene Elbait (lithiumhaltig – die Rosa-, Grün- und Wassermelonentöne der Schmuckwelt) sowie der braune, magnesiumhaltige Dravit, um nur einige zu nennen. Allen gemeinsam ist dieselbe trigonale Struktur: geriffelte Prismen mit einem abgerundeten dreieckigen Querschnitt, starker Dichroismus und die pyroelektrische Eigenschaft, die niederländische Händler dazu veranlasste, ihn als „Ascheschublade“ zu bezeichnen – warme Kristalle ziehen Staub an.

Schorl – das Arbeitstier unter den Sammlersteinen

Schwarzer Schörl bildet einige der architektonischsten Kristalle der Mineralogie: tief geriffelte Säulen mit scharfen trigonalen Enden und einem Glanz, der aus Armeslänge metallisch wirkt. Es ist der Turmalin, den wir am häufigsten vorrätig haben: glänzende Prismen aus den Pegmatiten des namibischen Erongo-Gebirges – darunter das klassische Erongo-Paar aus schwarzem Turmalin und grünem Fluorit –, prismatische Kristalle aus Tsumeb, Schörl in Feldspatmatrix sowie rohe Einkristalle aus China.

Worauf Sie achten sollten

  • Qualität der Enden – ein sauberes pyramidenförmiges oder flaches Ende ist einer abgebrochenen Säule vorzuziehen
  • Glanz – der beste Schörl ist entlang der Streifen glasartig-hell
  • Kombinationen – Schörl in Verbindung mit Fluorit, Rauchquarz oder Feldspat erzielt einen höheren Preis als lose Einkristalle

Verwandte Ratgeber

Lesen Sie den Fluorit-Leitfaden zu den Begleitmineralien von Erongo sowie den Quarz-Leitfaden zu den Rauchquarz-Matrixstücken.

Verfügbare Stufen