Elementzusammensetzung (nach Masse)
| Element | Massen-% | Aussehen |
|---|
| O Sauerstoff | 45,10 % | |
| Si Silizium | 28,79 % | |
| Mg Magnesium | 15,57 % | |
| Ca Kalzium | 10,27 % | |
| H Wasserstoff | 0,26 % | |
Berechnet anhand einer vereinfachten Endgliedformel. Festlösungsreihen, Wassergehalt und Spurenersetzungen führen zu Abweichungen in der Praxis.
IMA-Abkürzung (Whitney-Evans 2010)
Häufiger Amphibol
Standardsymbol aus „American Mineralogist“ (Whitney & Evans, 2010). Wird bei der Beschriftung von Dünnschnitten, in Phasendiagrammen und in Artenbeschreibungen nach IMA-Standard verwendet.
Aussprache
/ˈhɔːrnblɛnd/
↔ HORN-blend
Deutsch „Horn-Täuschung“
Transparenz
Durch ihre dunkle Farbe ist Hornblende meist undurchsichtig.
Typlokalität
Hessen – Deutschland
1789 von Werner beschrieben (deutsch „Hornstein“)
Magnetismus
Kategorie:
schwach paramagnetisch
Testergebnis:
Nachweisbar
Eisenhaltiger komplexer Amphibol.
Test mit einem Seltenerdmagneten (Neodym N42 oder N52). Hängen Sie die Stufe an einem Faden auf, um eine empfindliche paramagnetische Detektion zu ermöglichen. Diamagnetische Mineralien werden schwach abgestoßen (nur mit starken Magneten wie Bismut sichtbar).
Spaltbarkeit:
perfekt in 2 Richtungen ~56°/124°
Bruch:
unregelmäßig
Diagnostisch: Spaltwinkel von 56° im Vergleich zu 90° bei Pyroxen.
🔬Sammlerkategorie: Mikromontage / NischeAm besten in Daumennagelgröße oder kleiner zu betrachten – oft matt gefärbt, submillimetergroß oder radioaktiv. Für Spezialisten interessant.
Mohs 5–6
Vickers (~) 540 HV
Knoop (~) 620 HK
Geologische Umgebung
🌋Vulkanisch⛰Plutonisches Magmagestein🗜Metamorph
Elementzusammensetzung nach Masse
Formel: Ca₂(Mg,Fe,Al)₅(Al,Si)₈O₂₂(OH)₂ · Molmasse: 864,97 g/mol
| O |
44,39 % |
|
| Al |
17,68 % |
|
| Si |
12,99 % |
|
| Fe |
10,76 % |
|
| Ca |
9,27 % |
|
| Mg |
4,68 % |
|
| H |
0,23 % |
|
Berechnet anhand der Atomgewichte (IUPAC 2021). Die Gruppen zur Besetzung der Einlagerungsstellen (Fe, Mn) sind zu gleichen Teilen aufgeteilt.
Mohshärte
5–6
Hornblende liegt auf der Mohs-Skala bei 5–6 –
gerade hart genug, um Glas zu zerkratzen.
Farben:
Streifung: Graugrün bis braun
Silikate (Inosilikate – Amphibole)
TL;DR · 1 Minute Lesezeit
Hornblende ist eine komplexe Serie kalziumhaltiger Amphibole – keine einzelne Art, sondern eine Bezeichnung, die historisch für dunkelgrün-schwarze Amphibole in magmatischen und metamorphen Gesteinen verwendet wurde. Sie gehört zu den am häufigsten vorkommenden gesteinsbildenden Mineralien auf der Erde.
Hornblende ist eine komplexe Reihe kalziumhaltiger Amphibole – keine einzelne Art, sondern eine Bezeichnung, die historisch für dunkelgrün-schwarze Amphibole in magmatischen und metamorphen Gesteinen verwendet wurde. Es handelt sich um eines der am häufigsten vorkommenden gesteinsbildenden Mineralien auf der Erde. Die moderne IMA-Klassifikation unterteilt Hornblende in die Endglieder Magnesio-Hornblende und Ferro-Hornblende, doch der klassische Name „Hornblende“ ist nach wie vor weit verbreitet.
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