Kristallstruktur
Orthorhombische BeAl₂O₄-Struktur – eng verwandt mit der Olivinstruktur.
Elementzusammensetzung (nach Masse)
| Element | Massenprozent | Aussehen |
|---|
| O Sauerstoff | 50,40 % | |
| Al Aluminium | 42,50 % | |
| Be Beryllium | 7,10 % | |
Berechnet anhand einer vereinfachten Endgliedformel. Festlösungsreihen, Wassergehalt und Spurenersetzungen führen zu Abweichungen in der Praxis.
IMA-Abkürzung (Whitney-Evans 2010)
BeAl₂O₄
Standardsymbol aus „American Mineralogist“ (Whitney & Evans, 2010). Wird bei der Beschriftung von Dünnschnitten, in Phasendiagrammen und in Artenbeschreibungen im IMA-Stil verwendet.
Aussprache
/ˌkrɪsəˈbɛrəl/
↔ kris-uh-BEH-ril
Griechisch „Goldberyll“
Empfehlungen für Edelsteinschleifer und Facettierer
Empfohlener Schliff:
Oval / Rundbrillantschliff
Ebenfalls anzutreffen:
Kissen, Birne, Cabochon (Katzenauge)
Typische Ausbeute:
Katzenaugen-Variante als Cabochon; makelloser Rohstein, facettiert, oval oder rund.
Durchsichtigkeit
Einschließlich Alexandrit und Katzenauge.
Typlokalität
Wyborg / Finnland
1789 von Werner beschrieben
Spezifisches Gewicht
Schwerer als Beryll, obwohl die Zusammensetzung ähnlich ist.
Zum Vergleich: Wasser = 1,00, Glas ≈ 2,5, Quarz = 2,65, Korund ≈ 4,00, Galenit ≈ 7,50, Gold ≈ 19,3.
Charakteristische Einschlüsse
Seide (parallele Fasern) fest★ diagnostisch
Erzeugt einen Katzenaugeneffekt (Chatoyance), wenn das Gestein entsprechend ausgerichtet und als Cabochon geschliffen ist.
★ Diagnostische Einschlüsse sind so charakteristisch, dass sie unter einer 10-fachen Lupe zur Bestimmung der Herkunft oder Art beitragen.
Zwillingsgesetze
Trilling (zyklisch) – Kontakt
Drei Kristalle, die in einem Winkel von 120° zueinander stehen – bilden pseudohexagonale „Räder“.
Pleochroismus (trichroisch)
Stärke: stark
Alexandrit-Variante: Das Farbwechselphänomen wird durch Trichroismus verstärkt.
Polymorphe: Gleicht in der chemischen Formel BeAl2O4 mit: Alexandrit – gleiche chemische Zusammensetzung, unterschiedliche Kristallstruktur.
Mohs 8,5
Vickers (~) 1650 HV
Knoop (~) 1340 HK
Elementzusammensetzung nach Masse
Formel: BeAl₂O₄ · Molmasse: 126,97 g/mol
| O |
50,4 % |
|
| Al |
42,5 % |
|
| Be |
7,1 % |
|
Berechnet anhand der Atomgewichte (IUPAC 2021). Die Gruppen der Besetzungsstellen (Fe, Mn) sind zu gleichen Teilen aufgeteilt.
Mohshärte
8,5
Chrysoberyll liegt auf der Mohshärte bei 8,5 –
sehr hart; nur Diamant oder Korund können Kratzer darauf hinterlassen.
Farben:
Kristallsystem: orthorhombisch Aussprache: /ˈkrɪsəˌbɛrɪl/
Oxide und Hydroxide Oxide
TL;DR · 1 Minute Lesezeit
Chrysoberyll (BeAl₂O₄) ist nach Diamant und Korund das dritthärteste natürliche Mineral (Mohshärte 8,5).
Chrysoberyll (BeAl₂O₄) ist nach Diamant und Korund das dritthärteste natürliche Mineral (Mohshärte 8,5). Seine drei Edelsteinvarietäten sind legendär: Alexandrit (Farbwechsel von Grün zu Rot, chromhaltig), Cymophan (chatoyantes Katzenauge) und gelbgrüner Chrysoberyll. Russland, Sri Lanka und Brasilien liefern Edelsteinmaterial; zyklische Verzwillingung erzeugt die charakteristische „trillende“ hexagonale Pseudosymmetrie.
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Varietäten des Chrysoberylls
Chrysoberyll ist eine Stammart – die folgenden benannten Varietäten unterscheiden sich in Farbe oder chemischer Zusammensetzung, weisen jedoch dieselbe grundlegende mineralogische Struktur auf.
- Alexandrit (u53d8u77f3)
Farbwechsel grün-rot
Chromhaltiger Chrysoberyll mit starkem Farbwechsel: grün bei Tageslicht, rot unter Glühlampenlicht.
- Cymophan (Katzenauge) (u91d1u7effu732bu773c)
Katzenaugen-Chatoyance
Katzenaugen-Variante des Chrysoberylls mit starkem Chatoyance-Band.