Staurolite

Fe2Al9(SiO4)4O6(OH)2

Staurolit ist ein Silikatmineral, das für seine Härte und Beständigkeit bekannt ist und dessen Vorkommen in China belegt sind.

Elementzusammensetzung (nach Masse)
ElementMassen-%Aussehen
O Sauerstoff44,02 %
Al Aluminium29,05 %
Si Silizium13,44 %
Fe Eisen13,36 %
H Wasserstoff0,12 %
Berechnet anhand einer vereinfachten Endgliedformel. Festlösungsreihen, Wassergehalt und Spurenersetzungen führen zu Abweichungen in der Praxis.
IMA-Abkürzung (Whitney-Evans 2010)
St
→ Staurolit
Metamorphes Indexmineral
Standardsymbol aus „American Mineralogist“ (Whitney & Evans, 2010). Wird bei der Beschriftung von Dünnschnitten, in Phasendiagrammen und in Artenbeschreibungen im IMA-Stil verwendet.
Aussprache
/ˈstɔːrəlaɪt/
STOR-uh-lite
Griechisch „Kreuzstein“
Zähheit
Verhalten:
spröde
Unter Belastung:
Zersplittert
Harte verzwillingte Kristalle.
Glanz
glasartig → subglasartig
Verzwillingte Kristalle wirken an verwitterten Oberflächen oft matt.
Durchsichtigkeit
durchscheinend bis undurchsichtig
Verzwillingte Kristalle, sogenannte „Feensteine“, sind typischerweise undurchsichtig bis subtransluzent.
Typlokalität
St. Gotthard – Schweiz
1792 von Saussure beschrieben
Spezifisches Gewicht
3,65–3,83
g/cm³
mittel
Verzwillingte Feensteine – charakteristisches spezifisches Gewicht.
Zum Vergleich: Wasser = 1,00, Glas ≈ 2,5, Quarz = 2,65, Korund ≈ 4,00, Galenit ≈ 7,50, Gold ≈ 19,3.
Geologische Umgebung
Umgebung:
metamorph
Wirtsgestein:
Glimmer-Schiefer
Begleitmineralien:
Kyanit · Granat · Glimmer
Berühmte „Fairy Stones“ aus Virginia und Russland.
Zwillingsgesetze
Kreuzzwilling (60°) mit Durchdringung
St.-Andreas-Kreuz – zwei Prismen im Winkel von 60°. Seltener.
Kreuzzwilling (90°) – Durchdringung
Lateinisches Kreuz – zwei Prismen im 90°-Winkel. Bekannt aus den „Fairy Stones“ in Virginia.
Verfügbarkeit auf dem Markt: Selten
Zu finden auf großen Messen und bei ausgewählten Händlern. Die Qualität variiert je nach Fundort.
Sammlerkategorie: Solides Ausstellungsstück
Zuverlässige Art für die mittlere Ausstellungsstufe. Gut geformte Exemplare sind leicht zu finden; große Vielfalt an Fundorten.
Mohs 7–7,5
Vickers (~) 1400 HV
Knoop (~) 1100 HK
Nickel–Strunz 9.AF.30
Dana 52.02.09.01
Geologische Umgebung
Metamorph
Elementzusammensetzung nach Masse

Formel: Fe₂Al₉(Si,Al)₄O₂₂(OH)₂ · Molmasse: 850,65 g/mol

O 45,14 %
Al 34,89 %
Fe 13,13 %
Si 6,6 %
H 0,24 %

Berechnet anhand der Atomgewichte (IUPAC 2021). Die Gruppen der Besetzungsstellen (Fe, Mn) sind zu gleichen Teilen aufgeteilt.

Mohshärte 7–7,5

Staurolit liegt auf der Mohs-Skala bei 7–7,5 – härter als Glas; zerkratzt Stahl.

Farben:
Streiffarbe
: Weiß bis grau
Kristallsystem
: monoklin
Aussprache: /ˈstɔːrəlaɪt/
Typusfundort: Mt. Saint-Yrieix, Limoges, Frankreich
Silikate (Nesosilikate)
TL;DR · 1 Min. Lesezeit
Staurolit (Fe₂Al₉(Si,Al)₄O₂₂(OH)₂) ist ein metamorphes Eisen-Aluminium-Silikat, das für seine kreuzförmigen „Feenkreuz“-Zwillingskristalle bekannt ist – sich gegenseitig durchdringende Zwillingspaare in Winkeln von 90° (griechisches Kreuz) oder 60° (Andreaskreuz) ineinander.

Staurolit (Fe₂Al₉(Si,Al)₄O₂₂(OH)₂) ist ein metamorphes Eisen-Aluminium-Silikat, das für seine kreuzförmigen „Feenkreuz“-Zwillingskristalle bekannt ist – ineinandergreifende Zwillingspaare im Winkel von 90° (griechisches Kreuz) oder 60° (Andreaskreuz) zueinander stehen. Der Name leitet sich vom griechischen Wort „stauros“ (Kreuz) ab. Die Bretagne (Frankreich) und der russische Fundort Pestrik liefern die charakteristischsten Kreuze, während Fannin County (Georgia, USA) reichlich Sammlerstücke bereitstellt. Staurolit ist ein diagnostischer Indikator für mittelgradigen regionalen Metamorphismus.

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