Diamant ist ein natürlich vorkommendes Element, das wegen seiner Härte und seiner Eignung als Edelstein geschätzt wird und dessen Herkunft in China bekannt ist.
Berechnet anhand einer vereinfachten Endgliedformel. Festlösungsreihen, Wassergehalt und Spurenersetzungen führen zu Abweichungen in der Praxis.
IMA-Abkürzung (Whitney-Evans 2010)
Dia
→ Diamant
Kohlenstoff-Polymorph
Standardsymbol aus „American Mineralogist“ (Whitney & Evans, 2010). Wird bei der Beschriftung von Dünnschnitten, in Phasendiagrammen und in Artenbeschreibungen im IMA-Stil verwendet.
Aussprache
/ˈdaɪəmənd/
↔ DYE-uh-mund
Griechisch adamas (unbesiegbar)
Empfehlungen für Edelsteinschleifer und Facettierer
Maximale Brillanz bei einem Brechungsindex von 2,42 und einer Dispersion von 0,044 erfordert einen runden Brillant mit 57 Facetten oder modifizierte Varianten. Aus oktaedrischem Rohstein lassen sich naturgemäß 2 Brillanten pro Kristall gewinnen.
~30 % der Diamanten sind unter LW fluoreszierend blau. Diamanten vom Typ Ia mit N3-Zentren.
SW = Kurzwelle (keimtötende Lampe). LW = Langwelle (Schwarzlicht). Die Reaktion variiert je nach Fundort, Spurenverunreinigungen und Behandlung.
Berühmte Stufen dieser Art
Hope-Diamant– 45,52 Karat
Tiefblauer Diamant vom Typ IIb. Es wird angenommen, dass er vom ursprünglichen „Tavernier Blue“ stammt. Bekannt für eine Paragenese, die Unglück bringen soll.
Herkunft: Kollur-Mine, Indien. Derzeit im Smithsonian NMNH, Washington, D.C. Erstmals urkundlich erwähnt 1666.
Cullinan I (Großer Stern von Afrika)– 530,4 ct
Der größte von neun bedeutenden Steinen, die aus dem 3.106-Karat-Rohdiamanten „Cullinan“ geschliffen wurden. Birnenförmig; gefasst im Zepter des Souveräns.
Herkunft: Premier-Mine, Südafrika. Derzeit im Besitz der britischen Kronjuwelen (Tower of London). Dokumentiert im Jahr 1905.
Cullinan II (Zweiter Stern von Afrika)– 317,4 ct
Kissenschliff; gefasst in der Imperial State Crown.
Herkunft: Premier-Mine, Südafrika. Derzeit im Besitz der britischen Kronjuwelen. Registriert 1905.
Koh-i-Noor– 105,6 Karat
Persisch für „Berg des Lichts“. Aus einem 186-Karat-Original neu geschliffen. Stark umstrittene Provenienz.
Herkunft: Kollur-Mine, Indien. Derzeit im Besitz der britischen Kronjuwelen. Vor 1304 dokumentiert.
L’Incomparable-Diamant– 407,48 Karat
Der weltweit größte intern makellose gelbe Diamant. Von einem Kind in Abraumhalden gefunden.
Herkunft: Mbuji-Mayi, Demokratische Republik Kongo. Derzeit im Besitz einer Privatperson. Erstmals in den 1980er Jahren dokumentiert.
Centenary-Diamant– 273,85 Karat
D-Flawless. Von Gabi Tolkowsky in 154 Tagen geschliffen.
Herkunft: Premier-Mine, Südafrika. Derzeit bei: De Beers (in Verwahrung). Dokumentiert 1986.
Pink Star-Diamant– 59,60 ct
Fancy Vivid Pink. Verkauft für 71,2 Mio. US-Dollar (Sotheby’s Hongkong) – Auktionsrekord pro Karat.
Obwohl der Diamant das härteste Material ist, ist er spröde; er kann bei einem heftigen Schlag zerbrechen.
Glanz
adamantin
Der Maßstab für den „adamantinen“ Glanz – abgeleitet vom griechischen „adamas“.
Farbursache (Chromophor)
Chromophor:
N/B-Verunreinigungen + Gitter
Mechanismus:
verschiedene Defekte
Entstehende Farbe:
mehrere
Typ Ia (gelb): N-Aggregate. Typ IIb (blau): B-Substitution. Typ IIa (farblos oder rosa/braun): Gitterdefekte.
Durchsichtigkeit (Transparenz)
transparent
Hochgradig transparent, wenn frei von Einschlüssen; „spektroskopische“ Diamanten sind am transparentesten.
Magnetismus
Kategorie:
diamagnetisch
Testergebnis:
Leichte Abstoßung
Reiner Kohlenstoff – diamagnetisch.
Test mit einem Seltenerdmagneten (Neodym N42 oder N52). Hängen Sie die Stufe an einem Faden auf, um eine empfindliche paramagnetische Detektion zu ermöglichen. Diamagnetische Mineralien werden schwach abgestoßen (nur mit starken Magneten wie Bismut sichtbar).
Diagnostische Feldtests
Härte → Mohshärte 10 – zerkratzt alles
Nur Diamant zerkratzt Diamant.
Wärmeleitfähigkeit → Sehr hoch – fühlt sich kalt an, leitet Wärme jedoch ab
Diamantprüfgeräte nutzen dies aus; CVD-/HPHT-Synthesediamanten leiten ebenfalls Wärme.
Glycerin-/Wassertest → Wasserabweisend – der Tropfen breitet sich aus
Alter „Tropfentest“ – Diamant ist hydrophob.
⚠ Verwenden Sie verdünnte HCl (~10 %) nur an unauffälligen Stellen; spülen Sie diese umgehend ab. Geruchstests sollten kurz und an gut belüfteten Orten durchgeführt werden. Führen Sie Geschmackstests NUR mit Halit/Sylvit durch – niemals mit Blei-, Arsen- oder Schwefelmineralien.
Spezifisches Gewicht
3,51–3,52
g/cm³
mittel
C; charakteristisches spezifisches Gewicht von 3,52.
Zum Vergleich: Wasser = 1,00, Glas ≈ 2,5, Quarz = 2,65, Korund ≈ 4,00, Galenit ≈ 7,50, Gold ≈ 19,3.
Synthetika und Imitationen
Methoden zur Laborherstellung
HPHT (Hochdruck-Hochtemperatur)1954 · GE / De Beers
Kubo-oktaedrisches Wachstum; metallische Einschlüsse; Phosphoreszenz unter SWUV.
CVD (chemische Gasphasenabscheidung)1980 · Apollo / Element Six
Füllung aus Bleiglas in bis zur Oberfläche reichenden Rissen. Erkennbar am Blitzeffekt.
Bestrahlung + Hitze – häufig – stabil · Erkennung: schwierig
Erzeugt blaue, grüne, gelbe und rosa Farbtöne. Bei Offenlegung akzeptiert.
Als Käufer: Verlangen Sie eine schriftliche Offenlegung der Behandlungen und klären Sie ab, ob der Preis behandeltes oder unbehandeltes Material widerspiegelt.
Charakteristische Einschlüsse
Mineralische Einschlüsse – fest★ – diagnostisch
Granat, Olivin, Chromit, Sulfide – weisen auf Mantel-Paragenesen hin (peridotitisch/eklogitisch).
Stickstoffaggregate – Wachstumsmuster
Nicht sichtbar, doch die Plättchen beeinflussen die Farbe (Cape-Serie) und die Typenklassifizierung (Ia/Ib/IIa/IIb).
★ Diagnostische Einschlüsse sind charakteristisch genug, um unter einer 10-fachen Lupe bei der Bestimmung der Herkunft oder der Art zu helfen.
Zwillingsgesetze
Spinellgesetz (Macle) – Kontakt
Dreieckig abgeflachter oktaedrischer Zwillingskristall, bekannt als „Macle“.
Entstehungszeit: Aus dem Mantel stammend; Altersspanne 1–3,5 Ga. Die meisten Edelsteindiamanten sind 1–3 Ga alt.
Spaltbarkeit und Bruchverhalten
Spaltbarkeit:
perfekt in 4 Richtungen {111} – oktaedrisch
Bruch:
muschelförmig
Die oktaedrische Spaltbarkeit wird beim Schleifen genutzt.
⭐
Sammlerklasse: Kabinettklassiker
Exemplare von Weltklasse – begehrt für Vitrinensammlungen, gut dokumentierte Fundorte, häufig als Schaustücke zu sehen.
Polymorphe: Teilen die chemische Formel C mit: Graphit · Lonsdaleit – gleiche chemische Zusammensetzung, unterschiedliche Kristallstruktur.
Diamant liegt auf der Mohs-Skala bei 10 –
eines der härtesten bekannten natürlichen Materialien.
Farben:
Streiffarbe :Weiß
Kristallsystem :isometrisch (kubisch)
Typusfundort: Golconda, Indien (klassisch)
Native Elemente Native Elemente
TL;DR · 1 Min. Lesezeit
Diamant (C) ist das härteste natürliche Mineral auf der Mohshärte (10) und das dichteste Kohlenstoffpolymorph. Diamanten entstehen in einer Tiefe von über 100 km in Peridotiten des oberen Mantels und gelangen über Kimberlit- und Lamproit-Röhren an die Oberfläche.
Diamant (C) ist das härteste natürliche Mineral auf der Mohshärte (10) und das dichteste Kohlenstoffpolymorph. Diamanten entstehen in einer Tiefe von über 100 km in Peridotiten des oberen Mantels und gelangen in Kimberlit- und Lamproit-Röhren an die Oberfläche. In Mengyin (Shandong) und Wafangdian (Liaoning) befinden sich Chinas einzige bestätigte Kimberlit-Diamantfelder. Die Diamanten „Cullinan“ (Südafrika, 1905) und „Hope“ (Indien) zählen zu den berühmtesten historischen Exemplaren.
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